Geschichte

Adam & Eva: Der Apfel hatte keine Schuld...
Der Volksmund irrt: es war kein Apfel, dessen Genuss zur Vertreibung von Adam und Eva aus dem Paradies führte, sondern eine unbestimmte Frucht vom „Baum der Erkenntnis“. Der Apfel hat sich erst später in diese Geschichte hineingeschmuggelt.

Auf jeden Fall gab es Äpfel auch dort, wo die Theologen den Garten Eden ansiedeln: im Zweistromland zwischen Euphrat und Tigris. Bereits 5000 Jahre vor Christi Geburt brachten syrische Kaufleute die ersten Äpfel vom Schwarzen und Kaspischen Meer nach Mesopotamien und an den Nil.

Archäologen fanden Darstellungen von Äpfeln auf babylonischen Tontafeln und ägyptischen Papyrusrollen. Die Urheimat des Apfels dürfte nach wissenschaftlicher Erkenntnis im Kaukasusgebiet gelegen sein.

 

 

Sagen, Mythen & Politik
Immer schon rankten sich auch viele Geheimnisse und Sagen um den Apfel: In den nordischen Mythen galt der Apfel als Symbol der Liebe, Fruchtbarkeit und ewigen Jugend. Im ländlichen Brauchtum diente der Apfel als Liebesorakel.

Ledige Mädchen legten ihn in der Christnacht unter das Kopfkissen, damit ihnen im Traum der Zukünftige erschiene.

Auch in der hohen Politik gewann der Apfel an Bedeutung. Als Reichsapfel mit dem Kreuz wurde er zum Zeichen der christlichen Herrschaft und gehörte seit dem 12. Jahrhundert zu den Reichsinsignien.

 


Woher die Sorten kommen...
Die beiden Arten, aus denen das Erbgut unserer aktuellen Sorten entstanden sein dürfte, waren der Zwergapfel (Malus pumila) und der Holzapfel (Malus sylvestris).

 

 

Römisches Weltreich: die Sortenexplosion
Den ersten Obstbau in großem Maßstab begründeten die Römer. Cato der Ältere kannte um das Jahr 160 v. Chr. erst sieben Apfel- und sechs Birnensorten, während Plinius der Ältere hundert Jahre später bereits von 36 verschiedenen Apfel- und 41 verschiedenen Birnensorten berichtete.

 

 

Mittelalter: Harte Sitten zur Wahrung der Apfelqualität...
Die erste urkundliche Nachricht über den Obstbau in der Steiermark stammt aus dem Jahr 1074 aus dem Benediktinerkloster Admont.
Sie bezieht sich auf das Kloster selbst und besagt, dass sich um die Mitte des 11. Jahrhunderts beim Meierhof ein großer Obstgarten befunden habe.

Es ist wohl sehr wahrscheinlich, dass auch die übrigen steirischen Klöster Obstgärten bei ihren Meierhöfen kultivierten.

In den historischen Aufzeichnungen des Mittelalters sind nur spärliche Andeutungen über den Obstbau zu finden. Wohl aber enthalten die Rechtsordnungen des 16., 17. und 18. Jahrhunderts in den verschiedenen Gesetzen und Dorfordnungen außerordentlich scharfe Strafen für den Obstbaumfrevel.

 

k.u.k. Monarchie: Steirische Äpfel bei Kaisern und Zaren
Aus Aufzeichnungen geht hervor, dass der steirische Obstbau um die Jahrhundertwende ein bedeutender Faktor der heimischen Landwirtschaft war und in seinen Dimensionen den heutigen Obstbau übertraf.

Steirisches Obst war schon damals zu einem Qualitätsbegriff geworden und wurde in vielen Kronländern der österreichisch-ungarischen Monarchie als besondere Spezialität zu hohen Preisen gehandelt. Sogar am Hofe des russischen Zaren wusste man steirische Äpfel zu schätzen.

 

 

Heute: Was wären wir ohne „frisch-saftig-steirisch“?
Seit mittlerweile mehr als 25 Jahren sind die unter der Marke "frisch-saftig-steirisch" produzierten und vermarkteten Äpfel der Inbegriff des österreichischen Qualitätsobstbaus.


Als landwirtschaftlicher Produktionszweig nimmt der Apfelanbau eine hervorragende Position ein.

Auch als Fremdenverkehrsfaktor ist der Apfelanbau in der Steiermark zu großer Bedeutung herangewachsen. Eine große Zahl von Menschen besucht eine der bekanntesten Themenstraßen Österreichs, die „Steirische Apfelstraße“ (www.apfelstrasse.at), die speziell zur Zeit von Apfelblüte und Apfelernte, aber auch sonst, viel zu bieten hat für Herz, Auge und Gaumen.

04.02.2010

Frisch verliebt in Berlin

Berlin (4.2. 2010) – frisch-saftig-steirisch und EVA Apples from Austria auf der Fruit Logistica 2010